Leitartikel

Transformation

Transformation bedeutet Umwandlung.
Dieser Vorgang ist so wichtig für uns, denn jede Form von Energie bleibt erhalten. Gefühle wie Traurigkeit, Ängste, Wut bleiben bestehen, auch wenn wir uns noch so anstrengen sie zu verstecken, zu vertuschen oder zu verdrängen.
Es geht auch nicht darum unsere Ängste oder sonstige negativen Empfindungen los zu werden. Dies ist auch nicht möglich, denn diese Gefühle sind Energien – Energie ist Schwingung und Schwingung löst sich nicht einfach so in nichts auf. Wir können unsere Gefühle nicht auflösen, aber ändern oder anders gesagt: umwandeln/transformieren.
Der erste Schritt hierfür ist Anerkennung: nämlich erkennen, dass genau die Gefühle für uns in diesem Moment, in dem wir sie haben, wichtig für unsere Entwicklung sind. Immer wieder zu schauen, was macht dieses Gefühl mit mir – warum bin ich so enttäuscht, wenn ich zurückgewiesen werde? An sich selbst Fragen richten wie z.B.: inwieweit lehne ich mich selbst ab? Will ich mit mir selbst Zeit verbringen? Oder, wenn wir nicht nach unseren Vorstellungen von unserer Umwelt geachtet werden – wo achte ich mich selbst nicht? Wo höre ich nicht auf meine Bedürfnisse? Wo gestehe ich mir selbst kein Lob zu?
Entscheidend ist immer bei sich selbst zu bleiben und zu schauen, was in meinem Inneren passiert, was in mir vorgeht. Und nicht immer wieder die Gedanken auf die anderen richten: Was denkt er/sie über mich? Warum macht er/sie das mit mir?...
Wenn wir bereit sind, das Gefühl, das in uns hochsteigt, zuzulassen, es zu beachten und anerkennen, können wir das Gefühl in unser Herz nehmen – ganz einfach: wir sagen uns selbst: „ich liebe mich mit meiner Versagensangst“, „ich liebe mich mit meiner Eifersucht“, usw. Sobald kein Widerstand mehr da ist, werden die Gegensätze in uns vereint und damit geschieht die Umwandlung/Transformation wie von selbst. Sobald der Widerstand gegen unsere Angst, Mutlosigkeit, Scham... verschwunden ist, ist dieses Gefühl ein Teil von uns und muss im Außen nicht mehr um Aufmerksamkeit betteln. Wir sind frei und werden nicht länger von unseren negativen Gefühlen aus dem Unterbewusstsein kommandiert. Die Integration all unserer Kräfte macht uns innerlich heil und ganz.
Gerade, wenn es uns schwer fällt uns unsere Gefühle einzugestehen und anzuerkennen, können wir uns klar machen, dass alles sein darf. Ohne das Negative könnten wir das Positive nicht fühlen und wahrnehmen (Dualität). Ohne Leid und Kummer, wüssten wir nicht was Freude ist, ohne Schwäche wüssten wir nicht was Stärke ist, ohne Verstand, was Gefühl ist, ohne Einsamkeit – die Gemeinsamkeit. Und auch ohne Krankheit, was Gesundheit heißt. Und ohne Ölkatastrophe...? Dann wüssten wir nicht was Ordnung ist. Kein Zustand dauert ewig. Nach der Verschmutzung dürfen wir die Reinheit erfahren, nach der Zerstörung den Aufbau.
Natürlich ist es sinnvoll und notwendig sich für eine Sache wie Umweltschutz/Heilung der Erde zu engagieren, anstatt gleichgültig darüber hinwegzuschauen. Doch es ist entscheidend, in welcher Haltung wir das tun: in einer anklagenden, die nach dem Gesetz der Anziehung weitere negative Ereignisse nach sich zieht oder aus einer Position heraus, in der die Umstände tatsächlich so gesehen werden, wie sie einmal sind. Denn nur aus diesem Bewusstsein ist Heilung für uns und für Mutter Erde möglich. Und wenn die Umweltschäden nicht mehr behoben werden können? Dann wird es eine neue Ordnung im größerem Rahmen auf der Erde bzw. im Universum geben. Wie heftig das Ungleichgewicht zwischen Zerstörung und Aufbau ist, hängt davon ab, wie schnell unsere Seele lernt. Auch wenn viele Seelen daran beteiligt sind, die sich unterschiedlich schnell entwickeln, danken wir, in dieser Gemeinschaft leben zu dürfen. Ansonsten würden wir nie erfahren, wie wir uns in einer solchen Gemeinschaft fühlen. Und genau aus diesem Grunde sind wir auf diese Erde gekommen: um zu fühlen und unsere Erfahrungen zu sammeln. Sobald wir unsere Widerstände gegen die Wahrheit aufgeben, können wir um so freudiger dieses Geschenk und damit auch uns selbst annehmen, und wenn die Umstände als noch so unannehmbare Katastrophe im Außen erscheinen. Denn wir wissen ja: ohne Tod gibt es keine Geburt.

Seid alle liebevoll gegrüßt

Eure Heidi Kessler